Glossar
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PBT

siehe "Polyester"
(Akronym)
  -

 

PEEK

Polyetheretherketon
(Akronym)
 

Ein thermoplastischer Konstruktionswerkstoff mit herausragenden Eigenschaften.

Dauertemperaturbeständig bis 250° C. Ausgezeichnete Zugfestigkeit und hervorragende Chemikalien-, Hydrolyse-, Strahlen-, Säure- und Laugenbeständigkeit.

Allerdings ist die Elastizität (E-Modul) der Fasern beschränkt. Daher kann es bei intensiver Beanspruchung zum Bruch der Filamente kommen.

 

Perlon

siehe "Polyamid"
(Definition)
  -

 

PETP

siehe "Polyester"
(Akronym)
  -

 

PHB Charter

Professional Hygiene Brushware Charter
(Akronym)
 

In dieser Charter ist verbindlich festgelegt, welche Eigenschaften Bürsten und Gerätschaften erfüllen müssen, um mit Lebensmitteln in Kontakt kommen zu dürfen. 

 

Piassava

Naturfaser aus Palmenstengeln
(Definition)
 

Dunkelbraune, sehr steife Naturfaser. Wird heute fast ausschließlich für die Herstellung von Teerbesen, zum Verteilen von heißem Bitumen verwendet. Herkunftsländer: Indonesien, Brasilien.

 

Polyamid

PA - Thermoplastischer Kunststoff
(Definition)
 

Allgemeine Eigenschaften der Polyamide

PA-Fasern haben trotz hoher Flexibilität eine sehr gute Formbeständigkeit und eine ausgezeichnete Abriebfestigkeit. Sie sind sehr hitzebeständig (je nach Typ zwischen 100 - 130° C), lebensmittelecht und ideal für den Einsatz mit alkalischen Lösungen. Säuren und deren Lösungen vertragen die PA-Fasern sehr schlecht. Hohe Luftfeuchtigkeit und Nassanwendung verändern die Zugfestigkeit und Steife der Fasern um bis zu minus 50%.

PA-Filamente eignen sich hervorragend zur Vermischung mit abrasiven Mineralen (Silicium Carbid, Diamant, Keramik, Alu-Oxyd), diese Fasern werden auch als Schleifnylon bezeichnet. Durch Beimengung von Carbon kann die PA - Faser auch elektrisch leitfähig gemacht werden.

 

Geschichte und Entwicklung

Im Jahr 1935 meldete die Firma DuPont de Nemours ein vollsynthetisches Monofil mit der Bezeichnung Polyamid 66 zum Patent an. Erst Jahre später wurde dieses Material unter dem Kunstnamen "Nylon" weltweit bekannt. Ursprünglich war die Faser als kostengünstiger Ersatz für Seide bei der Herstellung von Damenstrümpfen geplant, doch da sich das Material sehr rasch als universell einsetzbar (Kleidung, Seile und Schnüre, technische Werkstoffe, Bürstenfasern etc.) erwies, verbreitete es sich sehr rasch. Bereits 1938 wurde in Deutschland das PA6 (Perlon) als Konkurrenz zu DuPonts Nylon entwickelt. In der DDR wurden Polyamidprodukte unter dem Markennamen DeDeRon gefertigt und vertrieben. 1963 erschien sogar ein Briefmarkenblock, der auf Dederonfolie gedruckt wurde.

 

Im Lauf der Zeit wurden verschiedene Polyamide entwickelt:

PA6 (Perlon) - Polyamid des AS-Typs (Aminosäuren als Monomer).

PA6 hat trotz unterschiedlicher Herstellungsverfahren sehr ähnliche Eigenschaften wie PA66. Wesentliche Unterschiede zu PA66 sind:

  • Niedrigerer Schmelzpunkt (geringere Hitzebeständigkeit, ca. 100° C)
  • Höhere Feuchtigkeitsaufnahme
  • Im feuchten/nassen Zustand geringere Zugfestigkeit
  • Kostengünstiger als PA66 und alle anderen PA - Fasern.
  • Gleiches spezifisches Gewicht

 

PA66 (Nylon) - Polyamid des AA-SS-Typs (Diamin und Dicarbonsäure als Monomere).

PA66 ist die wahrscheinlich universellste Faser unter den PA - Filamenten. Sie zeichnet sich durch besonders hohe Abriebfestigkeit und Elastizität aus. Sehr gute Temperatur- (ca. 130° C) und Chemikalienbeständigkeit machen PA66 zum optimalen Besatz bei unzähligen Anwendungen. Ein ausgezeichnetes Preis-/Leistungsverhältnis trägt maßgeblich zur weit verbreiteten Verwendung von PA66 Filamenten bei.

 

PA 610 - Polyamid des AA-SS-Typs (Diamin und Dicarbonsäure als Monomere).

Im Gegensatz zu PA6, PA66 und PA12 wird PA610 nicht aus Erdöl, sondern aus pflanzlichen Grundstoffen (Sebazinsäure) hergestellt. Wesentliche Unterschiede zu PA66 sind:

  • Geringere Feuchtigkeitsaufnahme
  • Im feuchten/nassen Zustand höhere Steifheit und Zugfestigkeit als PA66
  • Teurer
  • Geringeres spezifisches Gewicht

 

PA612 - Polyamid des AA-SS-Typs (Diamin und Dicarbonsäure als Monomere).

Zeichnet sich durch eine geringe Feuchtigkeitsaufnahme aus und verfügt dennoch über ein ausgezeichnetes Wiederaufrichtevermögen. PA612 wird aus diesem Grund vorzugsweise für die Herstellung von Zahnbürsten verwendet. Wesentliche Unterschiede zu PA66 sind:

  • Deutlich geringere Feuchtigkeitsaufnahme
  • Im feuchten/nassen Zustand signifikant höhere Steifheit und Zugfestigkeit 
  • Wesentlich teurer
  • Geringeres spezifisches Gewicht

 

PA1010 - Polyamid des AA-SS Typs (Diamin und Dicarbonsäure als Monomere)

Das Material ist rein pflanzlichen Ursprungs. Besonders hervorzuheben sind bei diesem Typ die geringe Feuchtigkeitsaufnahme, die hohe Hydrolyse- und Spannungsrissbeständigkeit. 

Wesentliche Unterschiede zu PA66 sind:

  • Deutlich geringere Feuchtigkeitsaufnahme
  • Im feuchten/nassen Zustand signifikant höhere Steifheit und Zugfestigkeit 
  • Wesentlich teurer
  • Geringeres spezifisches Gewicht

 

PA11 (Rilsan) - Polyamid des AS-Typs (Aminosäuren als Monomer).

PA11 ist zumeist pflanzlichen Ursprungs, es wird aus dem Öl der Rizinuspflanze gewonnen. Besonders herzvorzuheben ist die Witterungsbeständigkeit dieser Fasern. Wesentliche Unterschiede zu PA66 sind:

  • Deutlich geringere Feuchtigkeitsaufnahme
  • Im feuchten/nassen Zustand signifikant höhere Steifheit und Zugfestigkeit 
  • Wesentlich teurer
  • Geringeres spezifisches Gewicht

 

 

 

 

 

 

 

Polyester

Polyester
(Definition)
 

Ähnlich wie Polyamid wird Polyester in verschiedenen Qualitäten hergestellt. In der Bürstenindustrie sind PBT und PETP für viele Anwendungen unverzichtbar. Hygiene- und Zahnbürsten, Bürsten für Nassanwendungen etc. Hoch säure- und chemikalienbeständig.

 

Polyethylen (neu: Polyethen)

PE - Thermoplastischer Kunststoff
(Definition)
 

Polyeth(yl)en ist ein durch Polymerisation formbar gemachtes Gas, welches sowohl zu Bürstenfasern (z.B.: Borsten für Autowaschanlagen) als auch -körpern verarbeitet wird. PE ist verhältnismäßig weich und leicht (spezifisches Gewicht 0,92) und eignet sich besonders gut für die Herstellung von Schneidbrettern für die Gastronomie und Lebensmittelerzeugung.

 

Polypropylen

Polypropylen
(Definition)
 

Ein Polyolefin, das sowohl für die Herstellung der Bürstenkörper als auch als Besatzmaterial verwendet wird. Man unterscheidet zwischen isotaktischen, ataktischen und syndiotaktischen Polypropylenen. Geschlossenporiger Kunststoff für unzählige Einsatzzwecke.

 

POM - Polyoxymethylen

Thermoplastischer Kunststoff
(Akronym)
 

Polyoxymethylen ist ein Hochleistungskunststoff für Bürstenkörper, die besonderen Anforderungen ausgesetzt sind. Das Material zeichnet sich durch hohe Festigkeit und Zähigkeit aus. Es hat einen sehr geringen Kaltfluss und ist auch bei Temperaturen oberhalb von + 60° C sehr hydrolysefest.

 

PP

siehe "Polypropylen"
(Akronym)
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PU

siehe "Polyurethan"
(Definition)
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PVC - Polyvinylchlorid

Halogenhältiger Kunststoff
(Akronym)
 

Bürstenfasern aus PVC werden heute aus verschiedenen Gründen fast ausschließlich für die Herstellung von Straßenbesen verwendet (ökologische Bedenken, relativ hohes spezifisches Gewicht etc). Dagegen finden Bürstenkörper aus PVC, entweder als Extrusionsprofile oder Plattenmaterial, vielfältige Anwendung. Das Material kann sehr gut gegen UV-Strahlung und Witterungseinflüsse stabilisiert werden. 

 

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